Der Goldpreis wird explodieren

Der Goldpreis wird explodieren

Das Jahr 2011 wird von Staatsbankrott und einem explodierenden Goldpreis gekennzeichnet sein, meint Hannes Zipfel, Chefökonom der MK Luxinvest S.A.. Er geht davon aus, dass der Preis für Gold in diesem Jahr „förmlich explodieren“ wird, wie er in einem Marktkommentar schreibt. Zipfel zufolge werden sich die Notierungen des gelben Edelmetalls „damit weiterhin diametral entgegengesetzt zur Solidität der OECD-Staatsfinanzen entwickeln“ und „auch der nicht mehr zu vermeidende Staatsbankrott Griechenlands wird die Flucht der Anleger ins Gold beschleunigen“, ist Zipfel überzeugt.

Unterm Strich sieht er überwiegend Positivszenarien an den Finanzmärkten. Abgesehen von Staatsanleihen, deren Halter zum Teil empfindliche Verluste verkraften mussten, habe schon das vergangene Jahr den Anlegern attraktive Renditen am Aktien-, Rohstoff-, Energie- und Edelmetallmarkt beschert – und es spreche viel für eine Fortsetzung dieser Trends. „Die globale Konjunktur entwickelt sich zwar regional sehr heterogen aber in der Summe weiter positiv“, meint Zipfel.

Allerdings mahnt der Volkswirtschaftler auch an, dass man die Staatsschuldenkrise, mit der schwerpunktmäßig westliche Volkswirtschaften konfrontiert sind, im Hinterkopf behalten soll. „Diese wird uns ebenfalls weiter begleiten, da die Probleme bislang nicht nachhaltig gelöst sondern durch hohe Bürgschafts- und Rettungsprogramme lediglich vertagt und umverteilt wurden“, so Zipfel.

Weiterhin prophezeit der Finanzexperte dass die anhaltend hohe Verschuldung die Notenbanken dazu zwingt, das Zinsniveau sehr niedrig zu halten und auch der Aufkauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren durch neu erzeugtes Notenbankgeld wird fortgesetzt werden, ist Zipfel überzeugt. „Die dadurch erhöhte Geldmenge ergießt sich auch über die Finanzmärkte und wirkt preistreibend bei Aktien, Rohstoffen, Energie und Edelmetallen. Der Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise sorgt zunehmend für Teuerungsdruck. Die Inflationsraten in Lateinamerika und Süd-Ost-Asien steigen bereits dynamisch an. Auch in den westlichen Volkswirtschaften wird der Teuerungsdruck tendenziell weiter zunehmen“, so die Einschätzung Zipfels.

Erhöhte Gefahr der Blasenbildung

Das Bewusstsein der Investoren für Inflationsrisiken werde weiter geschärft und ihm zufolge für Umschichtungen aus festverzinslichen Wertpapieren in Sachwerte sorgen. Die Gefahr neuer Blasenbildungen sei sehr hoch, doch ein Ausstieg aus der extrem expansiven Geldpolitik sei auch für 2011 in Anbetracht der Eskalation der Staatsschuldenkrise nicht zu erwarten. „Die Anleger in Sachwerten werden profitieren und die Schere zwischen Arm und Reich wird weiter auseinanderdriften, den Geldpolitikern sei Dank“, so Zipfel.

Quelle: FONDS professionell

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